The Messenger

   Von Miggi

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The Messenger war eines der Spiele, für die ich während der Gamescom 2018 leider keine Zeit gefunden hatte. Aus Trailern wusste ich aber schon im Vorfeld, dass mich hier vermutlich ein Spiel erwarten wird, das wie gemacht für mich ist. Wer mich und meine Vorliebe für 2D-Plattformer kennt weiß, dass mich dieses Genre vermutlich mit am meisten abholt, solange die Steuerung stimmt und der Schwierigkeitsgrad ein bisschen fordernd ist. Und wieder war es, wie schon bei Titeln wie Celeste und Hollow Knight, eine Nintendo Direct-Präsentation, die mich auf das Spiel aufmerksam machte. Der circa einminütige Teaser-Trailer, der im März von Nintendo gezeigt wurde, hat sofort meine Neugierde geweckt und als es dann am 30. August endlich soweit war, war ich vermutlich einer der ersten Ungeduldigen, die das Spiel direkt aus dem eShop heruntergeladen haben.

 

Und dem Protagonisten schien das mehr als Recht zu sein. Dieser langweilte sich direkt zu Beginn des Spiels - trotz Ninja-Daseins - da in seinem kleinen Dorf einfach viel zu wenig passiert. Selbst das alltägliche Training - als Ninja!!! - konnte seine Laune nicht wirklich erheitern. Aber wie das in Videospielen nun mal so ist, sollte diese Ruhe nicht lange anhalten. Eine riesige Dämonen-Armee überfiel das Dorf und wurde nur ganz knapp vom mysthischen Held des Westens gerettet. Nachdem sich der Staub etwas gelegt hat, bekommt ihr vom Dorfältesten eine Schriftrolle anvertraut, mit der Aufgabe diese auf den Gipfel des höchsten Bergs der Region zu bringen. Von diesem Zeitpunkt an seid ihr der Messenger.

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I'M A' FIRIN' MAH LAZER!!

The Messenger beginnt als typischer 8-Bit-Plattformer, in dem ihr durch verschiedene Gebiete hüpfen müsst, Diamanten sammelt und euch mit einem Schwert gegen Gegner verteidigt. Mit der Zeit erhaltet ihr in einem Shop, der an verschiedenen Checkpoints besucht werden kann, noch andere Fähigkeiten, wie Wurfsterne oder einen Gleitschirm. Im Laufe des Spiels erweitert ihr eure Fähigkeiten so um einen ganzen Skill-Tree. Das Gameplay ändert sich aber dadurch nicht maßgeblich. Ihr müsst weiter von links nach rechts durch die verschiedenen Gebiete laufen, Gegner besiegen und Hindernisse überwinden. Habt ihr die Schriftrolle schließlich bis zum Gipfel des Bergs getragen, erwartet euch dort nicht nur der Shopkeeper mit seinen Kollegen, sondern auch der große Twist von The Messenger - das Spiel läuft ab jetzt mit 16-Bit weiter. So verändert sich nicht nur die Grafik selbst, sondern auch die Musik. Als hätte man ein und das selbe Spiel ein Mal auf dem NES und ein Mal auf dem SNES zuhause.

 

Aber damit nicht genug - nach einer Weile in der 16-Bit-Welt zeigt sich, dass sich auch die Spielmechanik geändert hat. Sabotage Studio haben aus dem strikten Plattformer mit Leichtigkeit ein clever designtes Metroidvania gemacht. Ihr müsst in verschiedene Gebiete zurückreisen, neue Gebiete entdecken und verschiedene Gegenstände einsammeln, um das Ende des Spiels zu sehen. Der Grafik-Wechsel entpuppt sich nämlich nicht nur als Gameplay-Kniff, sondern schickt euch mehrere hundert Jahre in der Zeit vor und zurück. So ändern sich Gebeite, es öffnen sich neue Wege und ihr trefft erneut auf alte Bekannte, die die Zeit überstanden haben, aber auch auf komplett neue Charaktere. Der Metroidvania-Part ist dabei zu keinem Zeitpunkt lästig, was Backtracking oft sein kann, sondern es macht unglaublich viel Spaß bekannte Gebiete aus einer anderen Sichtweise noch einmal zu erleben.

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Zooooooom.

Die Geschichte des Spiels nimmt mit der Zeit absurde Wendungen und ist dabei nicht nur unterhaltsam, sondern motiviert euch immer das Spiel weiterzuspielen. Was die Schreiber hier geleistet haben sucht seinesgleichen. Was mich an The Messenger dabei besonders überzeugt hat, ist der Humor, der vor allem in den Dialogen zur Höchstform aufläuft. Ihr solltet also auf jeden Fall alles was es zu lesen gibt, genau studieren, vor allem die Gespräche mit dem Shopkeeper sind pures Gold. Kleiner Tipp: bleibt hartnäckig, was den Schrank betrifft.  Wenn ihr sterbt, werdet ihr an einen der diversen Checkpoints zurückgebracht und bekommt es mit Quarble zu tun. Der kleine rote Dämon ist zwar so nett euch jedes Mal wieder auferstehen zu lassen, alle Diamanten, die ihr eine Weile sammelt, wandern dafür aber in seine Tasche. Als Langzeitmotivation gibt es zusätzlich im Shop noch eine Kiste, die ihr erst öffnen könnt, sobald ihr 45 grüne Medaillons gesammelt habt, die verteilt über alle Abschnitte im ganzen Spiel versteckt sind.

 

The Messenger startet als entzückende Hommage an Spiele wie Ninja Gaiden und andere Perlen der NES-Ära. Im Laufe des Spiels entpuppt sich die 8-Bit-Raupe aber zum großartigen Schmetterling, der nicht nur mit aufgepeppter Grafik, sondern auch neuem Gameplay um die Ecke fliegt. Die Musik ist dabei jeweils passend vom Musiker Rainbowdragoneyes komponiert und kommt mit einigen Glanzstücken daher. Das Gameplay selbst ist in beiden Varianten punktgenau und führt nicht zu frustigen Momenten aufgrund ungenauer Steuerung. Gleichzeitig sind die Level-Abschnitte clever designt, so dass auch im Metroidvania-Part keine unangenehmen Überraschungen auftauchen, wenn man etwa ein Level rückwärts ablaufen muss. Die witzige und gleichzeitig spannend inszenierte Story alleine fesselt einen leicht über 10 Stunden vor den Bildschirm, will man alle grünen Medaillons finden, sitzt man knappe 15 Stunden Spielzeit vor sich. Und sollten das noch immer nicht genug Argumente sein, The Messenger zu kaufen, möchte ich mich noch einmal kurz wiederholen - ihr spielt einen zeitreisenden Ninja! Viel cooler kann es dann eigentlich auch nicht mehr werden.

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5 von 5 Quarbles.
Wer Lust hat, darf sich übrigens auch gerne die Podcast-Episode von "Darf ich vorstellen" zu The Messenger anhören, bei der Miggi zu Gast bei Kris und Thomas war. Einfach auf das Bild klicken!
Wer Lust hat, darf sich übrigens auch gerne die Podcast-Episode von "Darf ich vorstellen" zu The Messenger anhören, bei der Miggi zu Gast bei Kris und Thomas war. Einfach auf das Bild klicken!

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