The Crew 2

   Von Miggi

The Crew 2, Ubisoft, Ivory Tower, Ferrari, Audi, Dodge, Harley Davidson, USA, Rallye, Pro-Racing, Drift, Streetrace, Mercedes, Red Bull, KTM, Flugzeug, Boot, Motorrad, Offroad, Live Extreme, Fast Fav,

Im Jahr 2014 erschien mit The Crew eine neue Ubisoft-IP, die für Rennspiel-Fans sehr gelegen kam. Ein gutes Need For Speed-Spiel hat es schon längere Zeit nicht mehr gegeben und, dass es auch dauern würde, bis uns wieder eines erwartet, das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. The Crew wirkte deshalb wie das Spiel, das wir uns eigentlich von EA so sehr gewünscht hatten. Mit dem Entwickler Ivory Tower hatte man sich ein im Genre sehr erfahrenes Team ins Boot geholt, denn dort haben unter anderem ehemalige Mitglieder von Eden Games wiedergefunden, die mit Test Drive Unlimited 2 bereits ein ähnliches Spiel entwickelt hatten. Außerdem stellte man dem Team Ubisoft Reflections helfend zur Seite, die unter anderem an Driver: San Francisco gearbeitet hatten. Für das Spiel wurde kurzerhand die Spiel-Engine Babel durch Elemente von Ivory Tower ergänzt und heraus kam ein Next Gen-Open World-Rennspiel, das bis auf ein paar wenige Kritikpunkte großteils positive Wertungen bekommen konnte.

Nachdem im Laufe der Zeit einige Erweiterungen als DLC veröffentlicht wurden, die das Grundspiel um neue Fahrzeugklassen wie Motorräder oder Monster Trucks erweiterten und Konflikte mit der Polizei erweiterten kündigte Ubisoft im Mai 2017 an, dass man an The Crew 2 arbeiten würde, um in Los Angeles auf der E3 im selben Jahr das erste Mal einen Cinematic Trailer und Gameplay zum Nachfolger zu zeigen. Geplant war es eigentlich für einen Release-Termin im März 2018, wurde aber im Dezember 2017 noch verschoben, um den Entwicklern mehr Zeit zu geben, ein qualitativ hochwertiges Produkt abliefern zu können. Ende Juni war es dann aber soweit und The Crew 2 erschien für die aktuelle Konsolengeneration.

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größere Reifen = größerer Spaß!!

Wie auch schon im Vorgänger bewegt ihr euch in The Crew 2 wieder durch eine abgespeckte Version der Vereinigten Staaten von Amerika. Abgespeckt insofern, dass ihr natürlich keine 1:1-Umsetzung erwarten dürft, aber trotzdem alle "wichtigen" Sehenswürdigkeiten ins Spiel eingebaut wurden. Sei es die Freiheitsstatue, der Grand Canyon, der Strip in Las Vegas oder viele weitere charakteristische Wahrzeichen. Gleichzeitig hat man der Spielwelt dynamische Tag-Nacht-Wechsel und auch Wetterbedingungen verpasst, die nicht zwingend an die verschiedenen Renn-Herausforderungen gebunden sind. Es kann also teilweise sein, dass ihr ein Rennen, das etwas länger dauert, unter verschiedenen Gegebenheiten in den diversen Abschnitten absolvieren müsst. Besonders spannend machen die Wetterverhältnisse Rennen in höheren Gefilden, in denen es dann auch schneit. Trotz dem absolut arcadigen Fahrgefühl ändert sich das Fahrgefühl nämlich besonders hier merkbar.

 

Die Story war im ersten Teil einer der Punkte, die Kritikpunkte einstecken mussten. Die Geschichte rund um das FBI und die Gang 5-10, die der Protagonist als Maulwurf infiltrieren soll, wirkte zu aufgesetzt und zu gekünstelt ernst. Deshalb hat man sich in Teil 2 für eine komplett andere Herangehensweise entschieden, die dem Spiel um ein vielfaches besser steht: als anfangs noch namenloser Rennfahrer oder Rennfahrerin (das Geschlecht lässt sich zu Beginn des Spiels frei wählen) kämpft ihr euch in vier verschiedenen Disziplinen nach oben, indem ihr durch den Abschluss diverser Events Follower sammelt. Diese Trendsport-Herangehensweise ist nicht nur passender im Hinblick auf die heutige Internet-Zeit, sondern macht auch wesentlich mehr Spaß, als die Story im ersten Spiel. Die Follower, die wie Erfahrungspunkte funktionieren, steigern zudem die Motivation weiterzumachen enorm, während ihr im Spiel Rennen um Rennen absolviert.

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On-Road, Off-Road, Garkein-Road, Egal-Road. Ihr dürft fahren, wo ihr wollt.

Der Fuhrpark besteht diesmal aus so vielen Fahrzeugen wie nie. Aufgeteilt sind diese in jeweils 4 Kategorien, die nach und nach um verschiedene Stufen ausgebaut werden. Anfangs stehen euch gratis jeweils ein Sportwagen, ein Off-Road-Fahrzeug, ein Boot und ein Flugzeug zur Verfügung, mit denen ihr eure ersten Herausforderungen bestreiten könnt. Habt ihr genug Follower gesammelt, könnt ihr euch mit Geld neue fahr- und fliegbare Untersätze kaufen, die wiederum neue Events freischalten. Schlussendlich habt ihr die Wahl zwischen Motorrädern, Jeeps, Speedbooten, Hubschraubern, Monster Trucks, Dragrace-Autos, Oldtimern und noch ein paar weiteren Überraschungen. Die Auswahl kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Mit gewonnenen Rennen erhaltet ihr außerdem Autoteile, mit denen ihr die Leistung eurer Fahrzeuge zusätzlich steigern könnt, was für spätere Events auch definitiv nötig ist. Langweilig wird euch aber auf jeden Fall nicht, in der Welt von The Crew 2 gibt es mehr als genug zu tun. Fahrzeuge können übrigens mit einem einzelnen Knopfdruck gewechselt werden, was die Dynamik im Spiel enorm erhöht.

 

Die Fahrphsyik ist nicht mit Simulationen wie Forza Motorsports oder Project Cars vergleichbar, sondern reiht sich eher bei Forza Horizon oder eben Need For Speed ein. Die verschiedenen Fahrzeuge unterscheiden sich aber natürlich trotzdem merkbar voneinander. Die KI der Gegenspieler ist teilweise etwas befremdlich. Vor allem der Gummiband-Effekt, der Gegner wahnsinnig schnell an euch zurückholen kann, obwohl ihr einen großen Vorsprung heraus gefahren habt, ist teilweise nicht nur nervig, sondern auch nicht wirklich verständlich. Nehmt ihr außerdem einmal die falsche Abzweigung und driftet von der Strecke ab, wirft euch die Zurücksetzen-Funktion des Spiels unfair weit nach hinten. Das dann Aufzuholen ist in manchen Rennen wirklich schwer und kostet teilweise sogar den zuvor noch sicheren Sieg. Schade, denn ohne diese kleinen Patzer, wäre die Spannung in Rennen eine ganz andere und auch der Spielspaß wäre aufgrund fehlender Frustmomente weitaus höher. Da dies aber Dinge sind, die man auch im Nachhinein patchen kann, hoffe ich da auf Ubisofts Lernfähigkeit, die schon bei anderen Spielen des Entwicklers gut zum Tragen kam.

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Einfach mal schön Rallye fahren.

Die offene Welt selbst bietet durch die schöne Umsetzung eine wunderschöne Atmosphäre und lädt dazu ein auch außerhalb der Renn-Events die Spielwelt von The Crew 2 zu erkunden. Nicht nur mit den versteckten Mini-Herausforderungen wie Geschwindigkeitstests oder Foto-Challenges bieten die virtuellen Mini-USA überall schöne Umgebungen, Strecken und Sprünge, die man gerne erkundet. Ein bisschen seltsam sind allerdings die Menschen und Tiere, die eingebaut wurden. Diese springen teilweise unkontrolliert auf die Fahrbahn, so dass man nicht die Möglichkeit hat auszuweichen. Da man natürlich aber keine Menschen und Tiere überfahren sollte, werden diese einfach auf die Seite geschoben oder verschwinden. Das wirkt nicht nur etwas unsauber, sondern reißt einen auch aus der eigentlich immersiven Open World heraus, ist aber im Großen und Ganzen nur ein kleiner Schönheitsmakel. Rundherum ist die Umgebung grafisch wie auch atmosphärisch wunderschön und glaubhaft umgesetzt und mit den diversen Landschaften Nordamerikas auch mehr als abwechslungsreich.

 

Außerdem unterstützt The Crew 2 wie schon sein Vorgänger einen Online Multiplayer, der entweder in bestimmten Events zum tragen kommt oder auch dazu führt, dass ihr in der Spielwelt auf andere Spieler trefft und euch mit diesen eigene Rennen liefern könnt. Wahlweise natürlich auch Flugzeug gegen Boot gegen Auto. Das Spiel benötigt dafür wie schon der Vorgänger eine konstante Verbindung zum Internet, kann aber im Gegensatz zu zB. Need For Speed trotzdem pausiert werden. Gemeinsam mit den vielen Herausforderungen und der frei befahrbaren Welt warten so Stunden über Stunden an Spielspaß auf euch und es ist mir mehr als ein Mal passiert, dass die Zeit viel schneller verflogen ist, als ich dachte. Da ich sowieso mehr Fan von Arcade-Racern bin, als von ernsthaften Simulationen holt mich The Crew 2 genau da ab, wo es soll und ich werde sicher noch das ein oder andere Mal über die Straßen des kompakten Nordamerikas brettern. Oder eben darüber fliegen und im Wasser nebenan über die Wellen preschen.

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4 von 5 Freestyle-Vogelköpfen.

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