Tetris Effect: Connected

   Von Miggi

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Es gibt wohl keinen Titel da draußen, auf den sich ohne Diskussion so viele einigen können wie Tetris. Seit das Puzzle-Spiel des russischen Entwicklers Alexey Pajitnov 1989 mit dem Nintendo Game Boy gebundlet wurde, hat ein weltweiter Siegeszug begonnen, der bis heute anhält. Alle kennen Tetris. Alle lieben Tetris. Und zwar so sehr, dass die Mechaniken des Spiels bei manchen nicht aufs Spiel beschränkt blieben, sondern ihren Weg ins reale Leben fanden. Der sogenannte Tetris-Effekt, auch Tetris Syndrom genannt, tritt auf, wenn man so viel Zeit in etwas investiert, dass diese Aktivität anfängt das eigene Denken, die bildliche Vorstellung und sogar Träume zu gestalten. Wenn ihr also nach langen Spielrunden schon einmal mit dem original Tetris Theme im Ohr eine Einkaufstüte oder sonst etwas eingeräumt und versucht habt alles möglichst genau ineinander zu schlichten - boom - der Tetris-Effekt.

Natürlich ist das hier jetzt aber keine psychologische Abhandlung. Mit Tetris Effect erschien bereits vor einiger Zeit ein Spiel, das sich nicht nur des Namens bediente, sondern auch vom psychologischen Phänomen inspirieren ließ. Co-Producer Tetsuya Mizuguchi hatte schon seit einiger Zeit die Vision das Gameplay von Tetris mit Musik zu verbinden, konnte aber erst 2012 anfangen seinen Plan in die Tat umzusetzen, als die Lizenz-Rechte der Marke von EA zurück an Henk Rogers und seine Tetris Company gingen. Schon damals standen die Grundpfeiler einer musikorientierten Versions des Spiels und einer Zonenmechanik fest, die man durch längeres Spielen erreichen konnte. Um Spieler*innen noch weiter ins Geschehen zu ziehen, wurde Tetris Effect im November 2018 inklusive VR-Support auf der Playstation 4 veröffentlicht.  Zum Launch der Xbox Series X | S wurde nun eine durch einen Multiplayer-Modus erweiterte Fassung des Titels als Tetris Effect: Connected zeitexklusiv auf Microsofts neue (und alte) Konsolen veröffentlicht. Diese wurde passend zum Launch direkt in den Xbox Game Pass gepackt.

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Hier gibt es nichts zu sehen. Nur ganz normale Tetris-Steine. Auf Crack. Und LSD. Zumindest stelle ich mir so Crack und LSD vor.

Wer es bisher komplett verpasst hat - in Tetris Effect steckt im Grunde immer noch das gleiche Spielprinzip wie immer. Mit insgesamt sieben verschiedenen Tetrominos versucht ihr immer wieder eine ganze Reihe vollzukriegen, stapelt ihr eure Steine so hoch, dass ihr vier Reihen auf einmal löst, ist das ein Tetris. So weit so bekannt. In Tetris Effect kommen aber optisch und akustisch noch ein paar Scheiben oben drauf. Im Journey Modus des Spiels, quasi der Hauptkampagne, müsst ihr immer eine bestimmte Anzahl an Abschnitten hintereinander absolvieren, ohne Game Over zu gehen. In über 30 Levels, die alle jeweils ein eigenes Thema, eigene Musik und eigene Tetromino-Looks haben, müsst ihr bei steigender Geschwindigkeit eine bestimmte Anzahl an Reihen erledigen, am Ende erhaltet ihr je nach Punktzahl ein Ranking. Musik und Themen sind dabei nicht nur wahnsinnig abwechslungsreich, sondern können nach absolvierten Levels im Journey Mode auch anderswo gespielt werden.

 

Neben dem gibt es in Tetris Effect für Solo-Spieler*innen nämlich auch ohne den neuen Connected-Modus noch allerhand zu tun. Hinter dem Menüpunkt Effect verstecken sich nämlich noch diverse weitere Spielmodi, die in Relax, Focus, Classic und Adventurous eingeteilt sind. Relax beinhaltet etwa den Chill Marathon, in dem ihr 150 Reihen lösen müsst, aber kein Game Over triggert, sobald der Screen bis oben hin voll ist. Wenn das passiert wird hier einfach der Bildschirm geleert und ihr könnt beruhigt weiter spielen. Unter Focus findet ihr zum Beispiel den All Clear-Modus. In diesem werden euch pro Screen schon halbfertige Reihen vorgegeben, die ihr mit einer begrenzten Anzahl an Tetrominos komplett lösen müsst. Unter Adventurous verbirgt sich der für mich mit härteste Brocken, der Mystery Mode. Darin müsst ihr 150 Reihen lösen, während euch das Spiel immer wieder Hürden entgegen wirft, wie sieben gleiche Tetrominos hintereinander oder meinen Erzfeind, den auf den Kopf gedrehten Screen. Ernsthaft. Schwerer wird es für mich nicht.

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Mehr Tetris mit mehr Leuten = mehr Spaß!

Neu in Tetris Effect: Connected sind verschiedene Multiplayer-Optionen. In einem kooperativen Spielmodus versucht ihr etwa zu dritt gegen immer stärkere CPUs anzukommen, während sich nach einer Weile immer wieder eure drei einzelnen Spielfelder zu einem großen zusammenschließen. Wenn das passiert könnt ihr abwechselnd eure Steine quer über das Feld verteilt abfeuern und müsst versuchen so viele Reihen wie möglich abzuschließen. Im Zone Battle könnt ihr nach regulären Tetris-Regeln 1v1-Duelle gegen andere Spieler*innen austragen oder ihr versucht in Score Attack eine höhere Punktzahl als euer Gegenüber zu erreichen. Schnell langweilig wird euch also auf keinen Fall. Aber wann wird Tetris überhaupt langweilig? Auf Xbox Series X | S profitieren zudem natürlich alle Modi von der technischen Stärke, schnelleren Ladezeiten und stabil hohen Framerates. Wer sich das Spiel jetzt noch für die Xbox One holt, darf später durch Smart Delivery auf der neuen Generation per Gratis-Update auch die bestmögliche Version spielen.

"Tetris Effect: Connected ist die ultimative Tetris-Erfahrung und ich sehe mich darin in zig Jahren noch Highscores knacken. Oder es zumindest versuchen."

Bis heute spiele ich immer wieder Tetris auf dem Game Boy. Einfach weil das klassische Prinzip bis heute Spaß macht und ich nicht recht viel mehr brauche. Kein Schnickschnack und keine krassen neuen Ideen - ich gucke in deine Richtung Tetrisphere. Einfach nur Tetris. Zumindest war das so, bis ich Tetris Effect: Connected gespielt habe. Zum ersten Mal fühlt sich eine neue Variante des Spiels für mich so gut an, dass ich nicht nur sofort tief in den Strudel gerissen wurde, sondern das Spiel einfach wahnsinnig gern zwischendurch anmache, um ein paar Runden zu spielen. Was dank Quick Resume auf der Series X übrigens besser denn je funktioniert. Tetris Effect: Connected ist die ultimative Tetris-Erfahrung und ich sehe mich darin in zig Jahren noch Highscores knacken. Oder es zumindest versuchen. Die verschiedenen Stage- und Musik-Effekte passen vor allem mit einem guten Headset oder einer guten Anlage perfekt dazu und bringen eine komplett neue Ebene mit ins Spiel. Der Multiplayer-Part fügt sich perfekt mit ein und macht das eigentlich schon perfekte Tetris Effect nur noch besser.

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5 von 5 Tetrominos.

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