Star Wars: Squadrons

   Von Miggi

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Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ... da gab es für die Konsolen da draußen allerhand Star Wars-Videospiele. Mittlerweile hat die Frequenz da ein bisschen abgenommen. Den Krieg der Sterne in Videospiel-Form zu erleben war für mich aber schon immer etwas ganz Besonderes und die Spiele eine wunderbare Möglichkeit die Geschichten der Filme noch ausführlicher zu beleuchten oder ganz neue Stories zu erzählen. Für mich hat das alles angefangen, als mein bester Kumpel Felix damals Star Wars: Shadow of the Empire für den Nintendo 64 geschenkt bekommen hatte. Wir haben unzählige Male allein die Start-Mission auf Hoth gespielt, einfach weil sie so unfassbar gut inszeniert war. Und natürlich weil wir kleine Noobs waren, die es nicht recht viel weiter geschafft haben. Was uns aber noch um einiges mehr fasziniert hat, war Star Wars: Rogue Squadron, auch auf dem N64. Die Raumschiff-Schlachten und vor allem die Jagd nach den Medaillen hat uns damals stundenlang vor die Konsole gefesselt.

 

Und diese Faszination hat bei mir mit Star Wars: Rogue Squadron II - Rogue Leader sogar noch mal zugenommen. Wenn ich an den GameCube denke, ist der zweite Teil der Reihe wohl mein mit am öftesten gespieltes Spiel auf der Konsole. Neben den üblich verdächtigen Exklusivtiteln vermutlich nur geschlagen von Sonic Adventure 2 Battle. Ich habe das Spiel so sehr geliebt, dass ich bis heute den dritten Teil einfach ausgeblendet habe. Rogue Leader war alles was ich brauchte. Und bis heute denke ich immer wieder mal zurück an die Reihe und den Spaß, den ich damit hatte. Nach dem letzten Videospiel-Ausflug Star Wars Jedi: Fallen Order erschien nun mit Star Wars: Squadron ein neuer, endlich wieder auf den Raumschiffkampf fokussierter, Star Wars-Titel für Xbox One und Playstation 4, dort sogar mit VR-Support. Also ab ins Cockpit und gucken wir mal, ob das Spiel mit den alten Rogue Squadron-Spielen mithalten kann.

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Wer nicht schon immer davon geträumt hat, in einem X-Wing-Cockpit Platz zu nehmen, hat Star Wars nie geliebt.

Die Story von Star Wars: Squadrons beginnt direkt nach der Zerstörung Alderaans. Das galaktische Imperium jagt alle von Alderaan Geflüchteten und schickt dafür Captain Lindon Javes los. Gemeinsam mit seinem Helix Squadron soll er in Fostar Haven eine Gruppe Rebell*innen finden und diese und zur Strecke bringen. Als er und seine Gruppe die Überlebenden finden, legt er allerdings die Schiffe seiner Truppe lahm, verhilft den Rebell*innen zur Flucht und wechselt still und heimlich die Seiten. Vier Jahre später, nach der gewonnenen Schlacht von Endor, in der das galaktische Imperium zerschlagen wird, übernimmt er das Kommando über die Temperance, einen Frachter der neuen Republik und das Vanguard Squadron. Und eigentlich klingt das doch alles, als wäre das jetzt sein Happy End. Wäre da nicht seine ehemalige Crew-Kollegin Terisa Kerill, die Javes Rache geschworen hat, nachdem er sie auf Fostar Haven verraten hat.

 

Im Story-Modus übernehmt ihr das Cockpit von zwei aufstrebenden Pilot*innen und wechselt zwischendrin immer wieder die Seiten. Der Wechsel ist stets storybedingt und passiert automatisch. Ihr könnt euch also nicht aktiv dazu entscheiden, nur für die neue Republik oder das Imperium zu spielen. Insgesamt führt euch die Story durch 15 Missionen, in denen ihr Ressourcen der Gegenseite zerstöret, eigene Frachter durch einen Angriff eskortiert oder Verteidigungsschiffe der Gegner*innen ausschaltet. Die Story selbst ist dabei zwar ganz nett, aber als reines Mittel zum Zweck. Vorangetrieben wird sie zwischen den Feuergefechten in Briefings und Gesprächen mit eurer Crew, die ihr aus der Ego-Perspektive im Hangar führen könnt, der auf beiden Seiten sehr schön und detailliert gestaltet ist. Die Charaktere sind allesamt interessant und ich habe mir die Dialoge gerne angehört, allerdings ist die Steuerung hier etwas nervig, da ihr lediglich auf der Stelle rumsteht und Dinge per Tastendruck auswählt.

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Pimp my TIE-Fighter.

Vor jeder Story-Mission wird euch entweder ein Schiff zugewiesen oder ihr dürft aus mehreren Optionen selbst wählen. Habt ihr das Briefing hinter euch und schwingt euch ins Cockpit, lässt euch Squadrons noch den Load-Out des Schiffs bearbeiten. Dabei gilt es stets darauf zu achten, was in der Mission von euch gefragt wird und was eurem Spielstil entspricht. Mit den Standard-Schiffen, X-Wing und TIE Fighter, stehen euch insgesamt 8 Optionen zur Verfügung. Wer schnell sein will, greift zum TIE Interceptor oder dem A-Wing. Wer viel Schaden machen will, ohne schnell und wendig sein zu müssen, steigt in den Y-Wing oder TIE Bomber. Und wer lieber supportet, statt selbst viel zu kämpfen, übernimmt das Kommando über einen TIE Reaper oder U-Wing. Alle Schiffe haben eigene Stärken und Schwächen und auch von Seite zu Seite gibt es nochmals Unterschiede. "Normale" TIE Fighter besitzen etwa standardmäßig kein Schild, daher müsst ihr dort umso besser darauf achten, nicht ins gegnerische Feuer zu fliegen oder euch dementsprechend bessere Panzerung auszurüsten. Neben der Panzerung und dem Schild - wenn vorhanden - dürft ihr euren Laser, euren Antrieb, eure Spezialwaffen und eure Abwehrsysteme anpassen.

 

Zum Story-Modus, in dem ihr pro Mission verschiedene Schwierigkeitsgrade habt und diverse Medaillen sammeln könnt, gesellen sich in Star Wars: Squadrons auch zwei Online-Modi. In Dogfights und Flottenkämpfen kämpft ihr in Matches mit 9 anderen Spieler*innen, gesplittet in Fünferteams, um den Sieg. Die Dogfights sind dabei ein klassischer Team Deathmatch-Modus, in dem das Team gewinnt, das als erstes 30 Kills gesammelt hat. Habt ihr Level 5 erreicht, schaltet ihr die Flottenkämpfe frei, in denen ihr ein großes Raumschiff des gegnerischen Teams ausschalten müsst, bevor diese eures zerstört haben. Quasi Weltraum-Capture the Flag. Destroy the Flag(ship). Vor allem im Flottenkampf muss man dabei sehr gut zusammenarbeiten und sich absprechen, wer verteidigt und wer zum Angriff übergeht. Der Multiplayer-Part hat mir persönlich mehr Spaß gemacht, als ich gedacht hätte und könnte von mir aus in Zukunft gerne noch um andere Modi und Raumschiffe erweitert werden. Aber schon in Star Wars: Battlefront II hat mir der Raumschiff-Part am meisten Spaß gemacht. Ich bin da auch einfach ein Sucker für.

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Ihr könnt dieses Bild auch hören, richtig?

Optisch profitiert Star Wars: Squadrons von Motive Studios von der Qualität der hauseigenen Frostbite Engine, wie auch die anderen Electronic Arts-Titel. Durch die Ego-Perspektive, die man im Spiel nicht wechseln kann, wird man durch die gute Grafik so noch intensiver ins Spielgeschehen gezogen. Und hands down - ich wollte immer schon mal ins Cockpit eines X-Wings oder TIE Fighters steigen. Dass es hier dann auch noch so "realistisch" dargestellt wird ist einfach nur wunderschön. Ihr orientiert euch während des Spiels komplett an den Messgeräten, checkt dort Geschwindigkeit, Schildstatus, Radar und auf welche Systeme eure Energie geleitet wird. Im Sitz könnt ihr euch per Tastendruck oder im VR-Modus frei umschauen und sogar Licht und Schatten fallen passend in euer Schiff, während draußen eure Triebwerke dröhnen, Laserstrahlen knapp an euch vorbeischießen und Explosionen euren Flug erschüttern. Vor allem mit Sorround Headset kommt da das Gefühl auf, dass man wirklich in diesem Weltraumjäger sitzt. Wirklich Pilot*in ist. Und ja, ich weiß, eigentlich hört man Geräusche im Weltall nicht. Ist mir egal. Ich liebe die Sounds.

"Star Wars: Squadrons gibt euch von Anfang an das Gefühl, dass ihr selbst in diesem X-Wing oder TIE Fighter sitzt und ein wichtiger Teil eures Teams seid."

Ich hatte gehofft, dass mir das Spiel das selbe Gefühl gibt, wie damals Rogue Squadron II. Das tut es zwar nicht, dafür sind die Spiele aber auch einfach von Anfang an zu unterschiedlich. Klar: Ihr fliegt in beiden Spielen Missionen mit verschiedenen Schiffen und könnt Medaillen verdienen. Der Anspruch ist hier aber ein komplett anderer und so war es dann auch mit meiner Reaktion. Während mir die alten Teil eher arcadig in Erinnerung geblieben sind, war ich hier durch den simulationsartigen Stil viel näher am Geschehen und so intensiver eingebunden. Star Wars: Squadrons gibt euch von Anfang an das Gefühl, dass ihr selbst in diesem X-Wing oder TIE Fighter sitzt und ein wichtiger Teil eures Teams seid. Die Inszenierung des Spiels ist unglaublich gut gelungen und jeder Missionserfolg fühlt sich hart erarbeitet und verdient an. Da rüttelt auch die relativ belanglose Story nicht dran. Zusätzlich kommt das Spiel mit zwei spaßigen Multiplayer-Modi, in denen ihr noch mal ordentlich Zeit verbringen könnt. Wer Bock hat schaltet dort sogar noch kosmetische Items für Schiffe und Figuren frei. Ich habe jedenfalls sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt und werde mich bestimmt auch in Zukunft noch das ein oder andere Mal ins Cockpit schwingen. Ein neues Rogue Squadron wünsche ich mir trotzdem. Möge die Macht mit euch sein!

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4 von 5 TIE Interceptors.

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