Pokémon: Let's Go, Pikachu! // Pokémon: Let's Go, Evoli!

   Von Miggi

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Fast 20 Jahre sind vergangen, seit ich das erste Mal auf meinem Game Boy Pokémon gespielt habe. Wenn ich diesen Satz so lese, fühle ich mich ein bisschen alt. Aber bin ich deshalb zu alt für Pokémon? Bevor jetzt jemand von euch laut "JA!" ruft, beantworte ich mir die Frage selbst mit einem entschiedenen "Nein, auf gar keinen Fall. Für Pokémon ist man nie zu alt.". Und schon gar nicht, wenn es neue Pokémon-Spiele für die Nintendo Switch gibt. Dass diese Spiele dann auch noch ein Remake der gelben Edition darstellen, die 2000 als Spezialausgabe von Rot und Blau erschien, macht es mir nur umso leichter, mir nicht über mein Alter Gedanken machen zu müssen. Mit Pokémon: Let's Go Pikachu! und Pokémon: Let's Go Evoli! bekommen wir als ersten "richtigen" Eintrag auf einer von Nintendos Heimkonsolen eine nostalgische Reise zurück nach Kanto. Zurück nach Alabastia. Zurück in unsere Kindheit.

Let's Go Pikachu! und Let's Go Evoli! schickt euch erstmals in HD dorthin, wo alles angefangen hat. Euer Abenteuer beginnt in der Stadt Alabastia, in der wahlweise als Junge oder Mädchen direkt zu Beginn auf Professor Eich trefft, der gerade am Start der Route 1 Pokémon erforscht. Tretet ihr nach draußen, läuft euch je nach Edition ein Pikachu oder Evoli entgegen, das euch direkt in einen "Kampf" verwickelt. Professor Eich ermutigt euch das Pokémon zu fangen, was ihr natürlich direkt in die Tat umsetzt. Habt ihr das editionsabhängige Taschenmonster erst einmal in einen Pokéball verfrachtet, kehrt ihr mit dem Professor in sein Labor zurück, erhaltet euren Pokédex - eine zu füllende Enzyklopädie für die ersten 151 Pokémon - und das frisch gefangene Pokémon als Begleiter. Somit seid ihr gewappnet für eure Reise und es kann losgehen. Von Alabastia in die große weite Welt!

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Die erste große Änderung der Spielmechanik für die ersten Switch-Titel der Franchise fällt alteingesessenen SpielerInnen direkt im Aufeinandertreffen mit Pikachu oder Evoli auf: Pokémon müssen nicht mehr in einem Kampf geschwächt werden, bevor ihr sie fangen könnt. Der Zusatz "Let's Go" im Titel bezieht sich nämlich auf den Smartphone-Ableger Pokémon Go, in dem ihr die Pokémon durch gut getimte Würfe und dem Füttern von Beeren fangen konntet. Diese Mechanik würde nun in die Switch-Spiele übertragen. Betretet ihr dann das erste Mal Route 1 wird euch noch eine weitere Änderung ins Auge stechen, die mit der Fangmechanik einher geht. Pokémon überraschen euch nicht mehr in Zufallskämpfen, sondern laufen, kriechen oder fliegen sichtbar über das Terrain. So werdet ihr nicht mehr von Rattfratz und Zubats überlaufen, sondern geht bewusst in den Fangscreen, falls ihr ein Pokémon fangen wollt. Manche davon leuchten blau und rot, was sich auf das Gewicht und die Größe der Monster auswirkt.

 

Für jedes gefangene Pokémon erhält euer Team, das ihr wie gewohnt aus bis zu 6 Taschenmonstern eurer Wahl zusammenstellt, Erfahrungspunkte. So levelt ihr eure Gruppe auf, damit ihr in den folgenden Kämpfen besteht. Diese wurden nämlich nicht entfernt - tretet ihr ins Blickfeld eines Trainers oder einer Trainerin, ist es Zeit eure Fähigkeiten in einem Kampf unter Beweis zu stellen. Durch die Erfahrungspunkte der gefangenen Pokémon gestaltet sich das zwar einfacher, als in den ursprünglichen Spielen, die Kämpfe laufen aber weiterhin gleich ab. Ihr lernt euren Pokémon bis zu vier Attacken und setzt diese gegen das gegnerische Pokémon ein. Wer am Ende keine kampffähigen Pokémon mehr hat verliert und gibt etwas Geld ab. Euer großes Ziel ist es die 8 ArenaleiterInnen zu schlagen und deren Orden einzusammeln, um am Schluss in der Pokémon-Liga zum Champ gekührt zu werden.

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"Pikaaaaaaaa"

Gesteuert werden Let's Go Pikachu! und Pokémon: Let's Go Evoli!  mit nur einem Joycon. Mit dem Controlstick lauft ihr durch die verschiedenen Städte und wählt in Kämpfen Attacken aus. Spannend wird es dann in den Fangbildschirmen. Dort müsst ihr wie erwähnt nicht gegen die Pokémon kämpfen, sondern nur zur richtigen Zeit einen Pokéball in die richtige Richtung werfen. Das macht ihr alles durch die eingebaute Bewegunssteuerung des Controllers. Diese Mechanik bringt zusätzlichen Spaß ins Spiel und man fühlt sich beinahe selbst wie ein Pokémon-Trainer. Wer es noch immersiver haben möchte, gönnt sich den ebenfalls seit Release der Spiele erhältlichen Pokéball Plus, der genau wie die Joycons funktioniert, aber die Form eines richtigen Pokéballs hat. Der Knopf in der Mitte ist dabei euer Control-Stick und gleichzeitig der A-Knopf und oben auf dem Pokéball habt ihr den B-Knopf. Das Gadget ist top verarbeitet und das Spiel fühlt sich damit noch besser an. Es macht einfach Spaß einen richtigen Pokéball zu werfen, um ein Bisasam, ein Abra oder sonst irgendein Monster zu fangen. Gleichzeitig ist der Ball übrigens kompatibel mit der Smartphone-App und als Pokémon GO Plus einsetzbar um Pokéstops zu drehen und Pokémon im Spiel damit zu fangen.

 

Durch den Support von nur einem Joycon ergibt sich auch eine weitere große Änderung. Pokémon Let's Go Pikachu! und Pokémon: Let's Go Evoli!  sind nicht nur alleine spielbar. Ab einem gewissen Punkt im Spiel kann jederzeit jemand eurem Spiel beitreten und als Coop-TrainerIn an eurer Seite durch die Welt laufen, Pokémon fangen und Kämpfe bestreiten. Damit es nicht zu unübersichtlich wird, kann euer Partner aber keine Kämpfe initiieren, Personen ansprechen oder Gebäude betreten. Der Coop-Modus macht unglaublich viel Spaß - in Kämpfen kann man sich absprechen, welche Attacken man verwendet, beim Fangen erhaltet ihr Bonuspunkte für synchrone Würfe und zu zweit durch das Spiel zu laufen ist noch einmal ein ganz anderes Gefühl, als es alleine zu tun. Der Fortschritt bleibt allerdings nur Spieler 1 erhalten, es lassen sich nicht zwei Spiele miteinander verbinden. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch.

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Mit 2 Joycons könnt ihr euch auch zu zweit auf die Reise machen.

Zusätzlich erhalten die beiden neuen Spiele noch einige nette Kleinigkeiten. Euer Starterpokémon, also Pikachu oder Evoli, begleitet euch nicht in einem Pokéball auf der Reise, sondern macht es sich auf eurer Schulter bequem. Das sieht nicht nur süß aus, sondern so könnt ihr auch durch Klick aufs Menü jederzeit mit ihm spielen, es streicheln, ihm Beeren füttern oder lustige Frisuren verpassen. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr außerdem verschiedene Outfits, mit denen Pikachu und Evoli ausgestattet werden können. Zusätzlich könnt ihr eines eurer Team-Mitglieder aus dem Pokéball holen, damit es euch begleitet. Die meisten Pokémon, wie Schiggy, Piepi oder Enton und deren Entwicklungen laufen euch dabei hinterher, spezielle Begleiter wie zum Beispiel Onix oder Snobilikat nehmen euch auf ihren Rücken. So seid ihr nicht nur schneller unterwegs, sondern es sieht auch unglaublich cool aus. Die Pokémon sind natürlich im richtigen Maßstab gehalten. Online könnt ihr mit euren Pokémon dann nicht nur Kämpfe gegen FreundInnen bestreiten, sondern auch tauschen. Wie immer gibt es bestimmte Pokémon nur in einer der beiden Editionen zu finden.

 

Pokémon Let's Go Pikachu! und Pokémon: Let's Go Evoli!  ist mehr als nur ein netter Fan-Service und anfängliche Sorgen, dass es durch die Integration der Fangmechanik von Pokémon Go zu belanglos wird, wurden schnell weggewischt. Natürlich ist das Spiel weniger fordernd, als die Titel der Hauptreihe, den Anspruch euch eine große Herausforderung zu bieten, hat es aber auch nicht. Die beiden Titel sind die perfekte Zeitreise zurück an die Anfänge der Serie und unterhalten sowohl langjährige Fans der Serie, wie auch NeueinsteigerInnen, für mehr als 30 Stunden perfekt. Egal ob im Coop-Modus oder alleine, ist die Reise durch Kanto immer noch spaßig und durch die neue Optik umso schöner. Die neuen Elemente fallen absolut nicht negativ ins Gewicht. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hier nicht um ein Spiel der Hauptreihe handelt, sondern lediglich um ein Spin-Off. Ich persönlich hoffe, dass als nächstes Gold und Silber und andere Editionen einen Let's Go-Ableger erhalten werden. Bis dahin habe ich dann bestimmt auch meinen Kanto-Pokédex komplett gefüllt.

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5 von 5 Pokémon-Trainern.

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