REWIND: Pokémon Gold & Silber

Von Miggi

Pokemon, Gold, Silber, 3DS, DS, Gameboy, Lugia, Ho-Oh, Johto, Kanto, Lind, Eich, Pokedex, 251, Gen2, Virtual Console, Remake, Rewind, Suicune, Kristall, Feurigel, Karnimani, Endivie, Celebi

Endlich habe ich die Gelegenheit über die unbestritten beste Pokémon-Generation aller Zeiten zu schreiben. Ich weiß noch genau, wie es war, als ich vor 16 Jahren mit meinem Gameboy Pocket im Gepäck losfuhr und mir die Silberne Edition kaufen konnte. Mein bester Freund Felix hatte die Goldene Edition schon kurz vor mir geschenkt bekommen und um alles aus den Spielen rauszuholen, haben wir uns abgesprochen, wer welche Edition kauft. Es war genau die Zeit, als der Pokémon-Hype am allergrößten war. Die zweite Generation wurde dabei sowohl in der Serie, als auch im Film "Die Macht des Einzelnen" bereits angeteast. Der damals sehr limitierte Zugang zum Internet tat sein Übriges und die Vorfreude stieg ins Unermessliche. Der Moment als das Spiel in den Gameboy klickte, die Konsole das typische Ping-Geräusch machte und das Spiel losging, werde ich nie vergessen.

 

16 Jahre später. Ich bin 27 Jahre alt, es ist 2017. Nintendo hat sich entschlossen, dass es an der Zeit ist die 251 Pokémon von damals wieder auf die Karte zu bringen. Nachdem es 2009 eine überarbeitete Fassung in Form von Heart Gold und Soul Silver für den Nintendo DS gab, diesmal aber in Form der Ursprungs-Versionen als Virtual Console-Titel für die 3DS-Familie. Und was soll ich sagen? Besser könnte der Herbst für mich nicht laufen. Sobald draußen der Regen überwiegt und die Temperaturen fallen, gibt es videospieltechnisch nichts schöneres für mich, als vor dem Fernseher zu sitzen und Pokémon zu spielen. Das TV-Gerät wurde flacher und größer, die Konsole ist auch kein Gameboy Pocket mehr, aber das Prinzip bleibt gleich. 2001, 2017 und vermutlich auch noch in etlichen Jahren.

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Diese 251 kleinen Monster haben mich etliche Jahre meines Lebens begleitet und ich kenne noch all ihre Namen.

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Editionen Rot, Blau und Gelb hat sich einiges getan. Eine der bemerkenswertesten Änderungen war der Tag- und Nacht-Wechsel, der sich nach der tatsächlichen Uhrzeit richtet, die Zucht von Pokémon, verschiedene Beeren und generell Items, die man den Pokémon geben konte und natürlich die volle Unterstützung des Gameboy Colors. Zusätzlich wurden einige Gameplay-Elemente vereinfacht. Man konnte z.B. zum ersten Mal Items aus dem Rucksack - der nun mit Taschen ausgestattet war - registrieren und hatte so das Item auf dem Select-Button gespeichert. Kein elend langes Scrollen nach dem Fahrrad oder der Angel mehr. Zusätzlich zu all dem hat Gamefreak zwei neue Typen eingeführt - Stahl und Unlicht. Vieles was wir in heutigen Editionen als völlig normal hinnehmen, wurde in der zweiten Generation zum ersten Mal im Spiel eingebaut.

 

Auch der Umfang des Spiels wurde stark ausgebaut. Nicht nur gab es insgesamt 100 neue Pokémon zu fangen, auch die Story war um einiges größer angelegt, als noch im Vorgänger. Team Rocket taucht öfter auf, die Abschnitte in denen ihr gegen sie kämpft sind kreativer gestaltet und dazu kommt noch die mystische Geschichte rund um Lugia, Ho-Oh und die Icognito. Sobald ihr dann getreu der Spielereihe die Top Vier besiegt habt, ist das Spiel außerdem nicht vorbei, sondern ihr werdet zurück geschickt nach Kanto - dem Gebiet aus Generation 1 - und dürft euch dort weitere acht Orden verdienen. Der große, letzte Gegner ist schlussendlich der Protagonist Rot selbst und der Kampf hat es in sich. Hierfür müsst ihr eure Pokémon gehörig aufleveln um eine Chance zu haben.

Für die Virtual Console-Version hat sich Nintendo natürlich auch etwas einfallen lassen: Mittels Drahtlos-Funktion lassen sich mit anderen Spielern Pokémon tauschen und ihr könnt in Kämpfen gegen Freunde antreten. Außerdem könnt ihr die Zeitkapsel-Funktion nutzen, mit der ihr euch Spiele aus den Virtual Console-Versionen von Rot und Blau in die neuen Spiele holen könnt. Die wohl wichtigste Unterstützung ist die der Pokémon Bank, so habt ihr die Möglichkeit eure trainierten Monster in die neuen Editionen wie Sonne und Mond oder auch Ultrasonne und Ultramond zu übertragen, die am 17. November erscheinen werden.

 

Mit insgesamt 16 Orden, zwei zu erkundenden Gebieten, um ein großes Stück bessere Grafik und dem Release zur absoluten Höhepunkt meiner Pokémon-Zeit hat sich die Silberne Edition in mein Herz gespielt und wird diesen Platz wohl auch nie wieder verlassen. Gemeinsam mit den vielen Kindheitserinnerungen, an die keine neue Edition jemals heranreichen wird, bleibt Pokémon Silber auf Platz eins meiner Pokémon-Rangliste und ich freue mich darüber, das Spiel jetzt wieder auf dem 3DS spielen zu können. So hat auch der noch eine Daseinsberechtigung neben meiner Switch. Danke Nintendo für diese Entscheidung, ich werde diesen Herbst und Winter wieder sehr sehr viel Zeit mit Pokémon Silber verbringen.


Wertung:

Pokemon, Gold, Silber, 3DS, DS, Gameboy, Lugia, Ho-Oh, Johto, Kanto, Lind, Eich, Pokedex, 251, Gen2, Virtual Console, Remake, Rewind, Suicune, Kristall, Feurigel, Karnimani, Endivie, Celebi
5 von 5 GS-Bällen.

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