Monster Hunter Generations Ultimate

   Von Miggi

Monster Hunter Generations Ultimate, Capcom, Nintendo, Switch, 3DS, Farbkugel, Großschwert, Glefe, Valstrax, G Rank, Felyne, Wykademie, Jäger, Monster, 93

Auch wenn Monster Hunter Generations Ultimate gerade erst bei uns erschienen ist, fühlt es sich ein bisschen wie eine Zeitreise an - und genau die versteckt sich auch in dem Switch-Titel. Monster Hunter Generations erschien ursprünglich schon im November 2015 in Japan für den Nintendo 3DS, bevor es im Juli 2016 auf den Rest der Welt losgelassen wurde. Und vor allem nachdem im Januar 2018 Monster Hunter World viele Spielmechaniken der älteren Teile über Bord geworfen hat, habe ich mich gefragt, wie es sein wird, zurück zum "Ursprung" zu gehen und ob ich nicht zu viel Neuerungen aus dem neuesten Ableger vermissen werde. Natürlich hat auch Monster Hunter Generations Ultimate schon ein weitaus höheres Tempo, als noch die ersten Spiele auf der Playstation 2, trotzdem war die Angst da, nicht wieder so tief in das Spiel eintauchen zu können, wie es vor World noch möglich war.

 

Monster Hunter Generations Ultimate kann im Endeffekt als Best Of der bisher vergangenen Zeit gesehen werden. Immerhin lagen zu Release von Monster Hunter Generations bereits 12 Jahre hinter der Serie. Und schon in der ursprünglichen Version für Nintendos 3D-Handheld, auf dem es sich übrigens nur richtig gut mit C-Stick oder Circlepad Pro gespielt hat, hat man sich genau von diesen 12 Jahren inspirieren lassen, sich davon das Beste rausgepickt und in ein Spiel zusammengeworfen. Der Spielfortschritt des 3DS-Vorgängers lässt sich übrigens problemlos auf die Switch-Version übertragen, was für alteingesessene Fans ein sehr guter Service ist. Der Ultimate-Zusatz auf der Switch ist aber natürlich nicht nur ein reiner Port, sondern kommt mit Optimierungen und neuen Elementen auf die Hybrid-Konsole, die das Spiel wirklich zur ultimativen Monster Hunter-Erfahrung machen.

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The hunter, my friend, is blowin' in the wind.

In Monster Hunter Generations hatte Capcom bereits 71 große Monster eingebaut. Mit den kleinen kam man sogar auf eine Gesamtanzahl von 105 Kreaturen, die gejagt werden durften. In Ultimate hat man diese Zahl sogar noch einmal erhöht und kommt insgesamt auf 127 Monster, davon 93 große Monster. Um kurz den direkten Vergleich zu Monster Hunter World zu ziehen: dort könnt ihr knapp über 30 große Kreaturen erlegen, somit nur circa ein Drittel der hier vorhandenen. Und in  World habe ich auch schon mehr als 60 Stunden gesteckt und noch nicht einmal alle davon besiegt. Und wie man es von der Serie gewohnt ist, gibt es in Generations Ultimate nicht nur eine große Anzahl verschiedener Hauptquests, sondern auch einen großen Haufen an Event-Quests, in denen man spezielle Aufgaben erfüllen muss, um besondere Belohnungen zu erhalten. Der gebotene Spielumfang wird euch also auf jeden Fall lange genug beschäftigen können.

 

Gameplaytechnisch muss man natürlich erstmal ein bisschen umdenken, wenn man zuvor viel Zeit in World gesteckt hat, wie ich. Wobei man im Hinterkopf behalten muss, dass die Originalversion des Spiels eben aus dem Jahr 2015 ist und die Switch-Version in Japan schon im August 2017 erschien, also noch vor World. Hat man auch schon ältere Teile der Spielereihe gespielt, findet man sich schnell wieder zurecht und störend war das Denken ans Mitnehmen von genug Spitzhacken oder Schleifsteinen schnell nicht mehr. Auch dass man Monster mit Farbkugeln markieren muss und zwischen den Gebieten kurze Ladezeiten existieren, stört nur in Ausnahmesituationen, wenn man zB. von einem Monster an den Rand und ins nächste Gebiet gedrängt wird.

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BLUBBEL! MEINE BLUBBEL! ICH LIEBE BLUBBEL!

Natürlich ist Monster Hunter Generations Ultimate aber nicht nur ein zusammengeworfenes Best Of der Reihe, sondern kommt auch mit einigen gelungenen Neuerungen um die Ecke. Die größte davon ist vermutlich die Einführung der Jagdstile und die damit verbundenen Jagdtechniken: Zusätzlich zu den bereits bekannten Waffen wie Großschwert, Switch Axe oder Gleve dürft ihr euch auch noch mit einem speziellen Jagdstil ausrüsten. Zusätzlich zu den vier ursprünglichen Stilen aus Generations gibt es in der Switch-Fassung noch zwei weitere obendrauf - den Wagemutstil, der euch für einen aggressiven Spielstil belohnt und den Alchemiestil, der für Supportcharaktere genau das Richtige sein sollte. Mit diesen sechs wählbaren Individualisierungen könnt ihr euren Charakter noch besser auf eure bevorzugte Spielweise und die Waffe eurer Wahl anpassen, was unglaublich viel Tiefe in das sowieso schon komplexe Spiel bringt. 

 

Und wenn euch das alles noch zu wenig Ansporn ist, habt ihr immer noch die Möglichkeit euch mit bis zu drei anderen Jägern und Jägerinnen im Multiplayer gemeinsam auf die Jagd zu begeben. Macht ihr das Online müsst ihr leider - aufgrund der Limitationen der Switch - auf einen externen Sprachchat ausweichen, ihr habt aber auch die Möglichkeit gemeinsam über den lokalen Wireless Modus eure Konsolen zu verbinden und so gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Besonders fordernd ist dabei der neu integrierte G-Rank, in dessen Missionen die Monster nicht nur unglaublich viel aushalten, sondern auch wahnsinnig hart austeilen können. Dieser Herausforderung sollten sich auf jeden Fall nur sehr erfahrene Spieler und Spielerinnen stellen, die damit dafür sehr viel Spaß haben können. Außerdem gibt es im G-Rank viele neue und sehr starke Rüstungs- und Waffensets zu holen.

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...und der Dracheeeeeeeeee.

Grafisch hat Capcom die 3DS-Version für die Ultimate-Version natürlich auch noch einmal aufgehübscht. Sieht man genau hin, erkennt man vor allem an den Modellen, dass es sich um eine hochskalierte Fassung des Handhelds handelt, aber die altbekannten Gebiete nun in HD mit verbesserten Texturen und Effekten auf dem Bildschirm zu sehen, macht bestimmt alle Monster Hunter-Fans mehr als glücklich. Durch die stärkere Hardware der Switch läuft das Spiel außerdem sowohl im gedockten, als auch im portablen Modus mit stabilen 30 Frames per Second. Vorteile hat man auf der Switch im Gegensatz zum 3DS aber natürlich nicht nur optisch, sondern auch steuerungstechnisch. War es auf dem Handheld noch teilweise recht frickelig, die Kamera flüssig zu drehen, klappt das auf Nintendos aktuellem Flagschiff durch das Button- und Stick-Layout natürlich um einiges besser.

 

Monster Hunter Generations Ultimate hat die Bezeichnung Ultimate auf jeden Fall mehr als nur verdient. Fans der Serie erwartet hier das Beste aus 12 Jahren Monster Hunter-Geschichte, aufgepeppt mit neuen Elementen, den Jagdstilen, der bisher größten Auswahl an Waffen und Rüstungen und einer bisher nie dagewesenen Anzahl an Monstern, die gejagt und bekämpft werden wollen. Seid ihr erst mit Monster Hunter World in die Serie eingestiegen, solltet ihr euch auf jeden Fall die kostenlose Demo aus dem eShop genau ansehen, bevor ihr zuschlagt. Habt ihr jedoch schon mit einem anderen Teil der Serie euren Spaß gehabt, kann ich euch dieses Paket bedenkenlos ans Herz legen. Mehr Spielstunden und -umfang werdet ihr vermutlich nicht so bald bei einem Monster Hunter-Titel finden.

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5 von 5 Arthur Feline.

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