Felix the Reaper - Game Pass Rush #004

   Von Yvonne

Felix the Reaper, Daedelic Entertainment, Kong Orange, Tanz, Betty, Esben Kjær Ravn, Puzzle, Tod, Sterben, Schatten, Game Pass, Game Pass Rush

Eine kleine Perle befindet sich nun schon seit einiger Zeit im Xbox Game Pass: Das grandios-knifflige Puzzel Spiel Felix the Reaper, aus dem Hause Daedalic Entertainment. Auf der gamescom 2019 fiel mir das ausgehangene Poster, in der Indie-Area, direkt auf: Ein feurig-roter Hintergrund, mit einer pummeligen, Kopfhörer tragenden Gestalt, in ausgeprägter Tanzpose. „Na der ist ja süß!“ war mein erster Gedanke! Als dann im Oktober feststand, dass Felix sich seinen Weg direkt in den Game Pass ge-moonwalked hat, war es endgültig um mich geschehen. Liebe, auf den ersten Beat quasi.

Felix the Reaper beschreibt sich selbst als "romantische Komödie über das Leben des Todes" und hält damit genau, was es verspricht. In fünf Welten lernt man Felix, seinen Job als Sensenmann, seine Leidenschaft für Musik und natürlich sein Objekt der Begierde „Betty“, eine Angestellte im Ministerium des Lebens, kennen. Wärend man sich also, die Schwungmasse rythmisch in Wallung versetzt, durch die schachbrettartigen Level bewegt, verfolgt man nicht nur das Ziel, seiner Pflicht als Sensenmann nachzukommen und seine Opfer auf wunderbar irrwitzigen Wegen in den Tod zu schicken, sondern eben auch endlich Betty in der Welt der Lebenden zu begegnen.

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Clap!

Die Spielmechanik in Felix the Reaper besteht hauptsächlich aus der Manipulation von Licht und Schatten auf der Spielfläche. Felix ist kein Fan von Sonnenlicht und kann sich so nur auf schattigen Wegen fortbewegen. Für diesen Schatten gilt es, durch das Verschieben von Objekten selbst zu sorgen, oder durch Veränderung des Lichteinfallwinkels neue Wege zu entdecken. Außerdem lassen sich bestimmte Gegenstände auf derm Spielfeld manipulieren, um den Tod der Zielobjelte herbeizuführen und so die Missionen zu erfüllen. Das Spiel liefert groovygen Spielspaß für ca fünf bis sechs Stunden in insgesamt fünf Welten mit 20 Leveln. Die Rätsel sind schon recht anspruchsvoll und die Geschichte, mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor, schön erzählt. Das Artwork rund um Felix und seine Welt gefällt mir außerdem persönlich sehr gut und bereichert das Spielerlebnis in meinen Augen zusätzlich.

 

Ein wenig anstrengend ist hier und da die Handhabung der Kamera innerhalb der Level, die aber unerlässlich ist, um die verschiedenen Lichteinfallwinkel auszuloten und Felix bestmöglich über das Spielfeld zu manövrieren. Der teilweise wilde Zoom macht einem da jedoch ab und an einen Strich durch die Rechnung und man verliert zwischenzeitlich den Überblick. Das kann den Spielspaß natürlich negativ beeinflussen, kann man jedoch über diese Schwäche etwas hinwegsehen, lässt sich trotzdem sehr viel Spass mit Felix haben! Mindestanforderung ist es in Felix the Reaper immer, das jeweilige Level einfach nur abzuschließen, jedoch weckt das Spiel durchaus den Ehrgeiz seiner Spieler, indem es etwa Herausforderungen bezüglich der benötigten Spielzüge oder der verbrauchten Zeit aufstellt. Diese sind allerdings komplett optional.

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D-A-N-C-E

Falls man im Besitz eines Game Pass-Abos ist, sollte es sich erübrigen, sich die Frage zu stellen, ob man ein Tänzchen mit dem Tod wagt. Die Antwort heißt eindeutig: JA, denn ihr habt nichts zu verlieren, außer euer Herz!  Käuflich erwerben kann man das Spiel natürlich auch. Für knapp 20,00€ ist das Preis/Leistungsverhältnis hier in meinen Augen durchaus ok, sofern man denn knifflige Puzzel mag und sich nicht so leicht unterkriegen lässt, sowie über die oben erwähnte Schwäche mit der Kamera hinwegsehen kann (oder einfach entspannt bleibt. ;-) ). Einen hohen Wiederspielwert liefert Felix the Reaper durch seine zusätzlichen Herausforderungen aber allemal. Mein lieber Felix, es war mir ein Vergnügen mit dir das Tanzbein zu schwingen.

Story:

Grips:

Geschick: