Bright Memory

   Von Miggi

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Dieses Jahr war in der Videospielwelt vor allem bestimmt durch viel Warten. Warten auf Infos zu den neuen Konsolen, warten auf erste Szenen aus neuen Spielen, warten auf Vorbestell-Links und schlussendlich warten auf die Versandbestätigung der Konsolen. Davon erreichte mich letzte Woche kurz vor dem Release-Tag der Xbox Series X genau so eine und einen Tag später war die neue Konsolengeneration dann endlich bei mir zuhause angekommen. Neben dem direkten Vergleich, den ich bei Assassin's Creed Valhalla gegenüber der Xbox One X ziehen konnte, habe ich mich auch auf die neuen Launch-Day-Titel gefreut. Und neben The Falconeer und Tetris Effect: Connected war ich vor allem darauf gespannt, mir einen ersten Eindruck von Bright Memory machen zu können.

 

Im Mai startete Xbox ihren Livestream im Rahmen der 20/20 Initiative mit Bright Memory: Infinite, das für die Series X angekündigt wurde und eine Weiterführung des Ur-Titels darstellt. Damals war die Series S noch nicht offiziell und das sollte auch noch eine Weile so bleiben. Bright Memory bzw. dessen erste Episode war für den PC im Januar 2019 als Early Access-Titel und zwischenzeitlich auch für mobile Geräte erschienen. Im März 2020 verließ das Spiel die Early Access-Phase. Anstatt wie geplant eine zweite Episode dafür zu entwickeln hat sich Solo-Entwickler Xiancheng Zeng dann aber dazu entschieden, die vorhandenen Elemente weiter auszubauen und Infinite zu einem neuen und größerem Titel zu machen. Zum Launch der neuen Konsolengeneration von Microsoft erschien jetzt aber erst mal Bright Memory.

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Da hat Shelia glaube ich schon recht.

In Bright Memory schlüpft ihr in die Haut von SRO-Agentin Sheila. Funfact: SRO steht einfach nur für Science Research Organization. Sie soll die Militärorganisation SAI davon abhalten, sich eine mysteriöse Kraft anzueignen, die Tote wieder auferstehen lassen kann. Nach einem kurzen Intro in einer Forschungseinrichtung, in dem euch kurz die Steuerung und eure Fähigkeiten erklärt werden, spielt sich der weitere Verlauf der kurzen Story auf einer schwebenden Insel über der Arktis ab. Da es sich bei Bright Memory aber sowieso nur um die erste Episode eines Spiels handelt, das gerade von Grund auf noch einmal überworfen wird, bin ich aber von Anfang an nicht wirklich davon ausgegangen, dass die Story hier im Fokus stehen soll. Da passt es dann auch, dass sie wie erwartet eher Mittel zum Zweck ist und neben dem Gameplay etwas dahinplätschert.

 

Das eben angesprochene Gameplay ist es nämlich, das Bright Memory spannend macht. Im Spiel, das der chinesische Entwickler Xiancheng Zeng unter dem Namen FYQD Studios nicht nur komplett alleine sondern dazu noch nebenbei in seiner Freizeit entwickelt hat, bewegt ihr euch in hoher Geschwindigkeit durch die Level-Abschnitte und Kämpfe. Wie man es aus Spielen wie Devil May Cry kennt, sammelt ihr in den Gefechten Style-Ränge und je besser ihr Kombos aneinander reiht und je weniger ihr getroffen werdet, desto eher erhaltet ihr am Ende den heiß begehrten Triple-S-Rang. Dazu gibt euch Bright Memory neben drei verschiedenen Waffen - Pistole, Maschinengewehr und Shotgun - auch ein Katana und Special Moves sowie einen leicht überschaubaren Skill-Tree zur Hand. Mit gesammelten Erfahrungspunkten kauft ihr euch darin zum Beispiel die Fähigeit eure Gegner in der Luft jonglieren zu können, was sich wiederum positiv auf eure Kombos auswirkt.

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Sogar Bossfights haben schon ihren Weg in den ersten Appetizer von Bright Memory gefunden.

Abseits der Kämpfe bewegt ihr euch von Plattform zu Plattform springend und mit Hilfe eines Dashs sowie eines Greifhakens durch die kurzen Level-Abschnitte, die nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem auch optisch sehr schön sind. Dass ein einzelner Entwickler das alles in seiner Freizeit geschaffen hat, fällt hier tatsächlich nur auf, wenn man genau hinschaut. Charaktermodelle sehen in Cutscenes nicht unbedingt nach Next Gen aus und auch ein paar der Assets bzw. technische Kleinigkeiten sind ab und zu nicht zu 100% stimmig. Insgesamt hat Bright Memory ungefähr eine Stunde Spielzeit, das Spiel bietet euch aber die Möglichkeit nach dem ersten Durchlauf direkt wieder zurück an den Anfang zu springen und mit den bereits erworbenen Fähigkeiten noch einmal von vorne zu starten. Außerdem verstecken sich über den kleinen Appetithappen verteilt verschiedene Collectibles, die ihr sammeln könnt. Dass es sich hierbei um einen reinen Port der PC-Fassung handelt, fällt vor allem in den Menüs und Einstellungen auf, die teilweise etwas holprig zu bedienen sind. Dafür, dass es nur 8€ kostet, kann man aber eigentlich nicht groß meckern.

"Bright Memory zeigt auf jeden Fall, was auf der neuen Konsolengeneration jetzt schon möglich ist und macht Lust auf mehr."

Nur, damit das niemand falsch versteht: Bright Memory ist bei weitem kein vollwertiges Spiel. Viel eher ist es eine ausgedehnte Demo, mit netten kleinen Easter Eggs und einem Überblick darauf, was uns im "richtigen" Spiel dann ungefähr erwarten wird. Man kann gut erahnen, welche Ideen der Entwickler für das 2021 geplante Bright Memory: Infinite hat, auch wenn es an einigen Stellen noch offensichtliche Makel hat und in dem Stadium, in dem es jetzt ist, als Vollpreis-Titel nicht funktionieren würde. Bright Memory zeigt auf jeden Fall, was auf der neuen Konsolengeneration jetzt schon möglich ist und macht Lust auf mehr. Als das, was es ist, ist das Spiel nicht nur gute kurzweilige Unterhaltung, sondern gleichzeitig auch ein sehr guter Vorgeschmack auf das, was uns generell auf der Xbox Series X und Series S noch erwarten wird und als Launch-Titel perfekt gewählt. Ich bin jedenfalls gespannt, wie das das fertige Spiel dann schlussendlich wird und habe hier schon einmal vorsichtig Vorfreude tanken können.

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4 von 5 Katanas.

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