Assassin's Creed Rogue Remastered

   Von Miggi

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Assassin's Creed Origins hat das geschafft, was Bea davor schon sehr sehr lange Zeit relativ vergeblich versucht hatte - es hat endgültig meine Liebe zur Assassin's Creed-Reihe geweckt. Seitdem habe ich meine Sammlung der Spiele quasi vervollständigt, um sie alle nachholen zu können, wenn es die Zeit und der Release-Kalender aktueller Spiele zulassen. Zum Glück sind viele der Spiele abwärtskompatibel auf der Xbox One bzw. gibt es seit 2016 die Ezio Collection, die Teil 2, Brotherhood und Revelations enthält. Nur der Last Gen-Titel Rogue hat in meiner Sammlung noch gefehlt. Und war irgendwie auch nie so sehr auf meinem Radar.

 

Die Ankündigung von Assassin's Creed Rogue Remastered im Januar 2018 kam daher wie gerufen für mich. Der ursprünglich im Jahr 2014 erschienene Ableger der Reihe, damals der letzte Teil für Xbox 360 und Playstation 3, wurde von vielen nicht mehr wahrgenommen, da im selben Jahr - sogar am selben Tag - Assassin's Creed Unity für die (mittlerweile) Current Gen erschien. Da viele ihre alte Konsole schon abgebaut hatten oder schlichtweg Unity den Vorzug gaben, haben auch Fans der Serie Rogue eventuell nie gespielt. Einen besseren Kandidaten für eine aufgehübschte Fassung des Spiels auf den aktuellen Konsolen könnte Ubisoft da kaum im Stall haben.

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Right there in Old New York. You always make it there. You make it anywhere.

Assassin's Creed Rogue versteht sich als Sequel zu Black Flag, das 2013 sowohl für die Last als auch für die Current Gen erschien. Die Hauptstory fungiert als Prequel zu Assassin's Creed III. Die letzte Erinnerung die ihr im Spiel erlebt ist zudem eine sehr schöne Verbindung zum parallel veröffentlichten Unity, das bekanntlich während der Französischen Revolution spielt. Wie die Connection dafür genau zustande kommt, möchte ich euch allerdings nicht vorweg nehmen. Der Großteil der Geschichte von Rogue selbst spielt sich hauptsächlich in Nordamerika zwischen 1755 und den darauffolgenden Jahren ab. Also direkt während des siebenjährigen Krieges zwischen dem Königreich von Großbritannien und dem frankzösischen Königreich. Natürlich aber mit der gewissen Prise Assassin's Creed-Mythologie. Keine Sorge.

 

Der Protagonist Shay Patrick Cormac ist zu Anfang des Spiels noch ein neuer Rekrut in der Bruderschaft der Assassinen. Er und seine Kollegen erhalten die Nachricht, dass Port-au-Prince während der Suche nach einem Vorläufer-Tempel bei einem Erdbeben zerstört wurde. Nach einigen Missionen in denen ihr selbst nach dem nächsten dieser Tempel sucht, findet ihr heraus, was genau der Grund für dieses Erdbeben war und Shay wendet sich gegen seine Assassinen-Kollegen. Dieser namensgebende Twist, der einen großen Bruch innerhalb der Spielereihe darstellt, ist es auch, der Assassin's Creed Rogue schon 2014 besonders spannend gemacht hat und es auch heute noch tut. Immerhin wendet ihr euch gegen die Gruppe, der ihr in allen anderen Spielen angehört.

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Row, row, row your Boat.

Das Spielprinzip selbst ist aber natürlich gleich geblieben. Ihr lauft, klettert und springt im bereits seit Teil 1 bekannten Freerun-Modus durch eine detaillierte Spielwelt, versteckt euch hinter Häuserfassaden, auf Bäumen oder in Gebüschen vor Gegnern und schleicht so viel es geht. Rogue ist dabei das letzte Spiel mit der Engine der vorhergehenden Teile. Ab Unity wurde das Parkour-System etwas angepasst. Aufpassen müsst ihr besonders vor gegnerischen Assassinen, die sich in Städten und Siedlungen verbergen und euch auflauern. Euch helfend zur Seite gestellt wird dafür aber auch in Rogue wieder das Adlerauge, mit dem ihr Gegner und Schätze für eine bestimmte Zeit markieren könnt. Mit einer Vielzahl an Gadgets, mit denen ihr euch fast wie Batman fühlt, seid ihr so bestens ausgerüstet für eure Reisen durch den Nordatlantik. Leider merkt man einigen Mechaniken trotzdem an, dass sie 2014 schon in die Jahre gekommen waren und es Sinn gemacht hat, ab Unity bei der Steuerung und einigen Gameplay-Elementen neue Wege zu gehen.

 

Ähnlich wie schon in Black Flag bereist ihr die große, offene Spielwelt wieder als Kapitän eines mächtigen Schiffes. Mit diesem steuert ihr diverse Locations an, die ihr erkunden könnt, sobald ihr erst einmal an Land angelegt habt. Dieses Element wurde Assassin's Creed Rogue öfters als Manko angekreidet und hat auch schon beim Vorgänger für einige Kritik gesorgt. Ich persönlich mag die Seefahrt sehr gerne, weswegen es micht absolut nicht gestört hat, viel Zeit auf dem Schif zu verbringen. Besonders die Details auf hoher See, wie vorbeiziehende Eisberge oder Wale, die aus dem Wasser springen, aber auch die grafisch hohe Qualität der Wasser- und Reflektions-Darstellung machen die Reisen mit der Morrigan zu einem besonderen Erlebnis. Die Ausrüstung eures Schiffs könnt ihr, wie auch die eures Charakters, im Laufe des Spiels verbessern, was für spätere Seeschlachten auch dringend notwendig ist. Außerdem könnt ihr damals auch noch im Nordatlantik beheimateten Pinguine finden. Wenn das kein Qualitätsmerkmal ist, weiß ich es auch nicht.

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PARKOUR!

Visuell und technisch hat sich im Detail einiges getan, was auf den ersten Blick eventuell nicht sofort ersichtlich ist. Auf Xbox One X und Playstation 4 Pro läuft Assassin's Creed Rogue Remastered mit einer nativen 4K-Auflösung, auf den Standard-Modellen mit 1080p und in beiden Fällen mit gelockten 30 Frames per Second. Diese dafür komplett flüssig und ohne Ruckeleinlagen - und das auch bei großen Seeschlachten. Abgesehen von der höheren Auflösung kann die überarbeitete Fassung des Spiels aber noch mit weiteren Verbesserungen punkten: vor allem die Qualität des Rauchs ist merkbar besser geworden und wirkt nun um ein vielfaches realistischer als in der 2014er-Fassung. Aber auch die vorhin schon erwähnten Reflektionen im Wasser und das Wasser selbst wurden stark verbessert. Genauso sehen Schatten, besonders auf Xbox One X und Playstation 4 Pro, um einiges besser aus als damals. Die Remastered-Version hat also auch in technischer Hinsicht definitiv ihre Daseins-Berechtigung und ist mehr als nur reine Geldmache. Außerdem erhaltet ihr beide Missionen der damaligen Deluxe-Version, 2 Waffen-, Schiff- und Outfit-Sets sowie ein Outfit, das an Bayek aus Assassin's Creed Origins angelehnt ist.

 

Wer Assassin's Creed Rogue 2014 also verpasst hat - und das sind bestimmt nicht so wenige Leute da draußen - und sich an der etwas veralteten Steuerung und den Schifffahrt-Elementen nicht stört, sollte sich die Fassung für die aktuelle Konsolengeneration auf keinen Fall entgehen lassen. Die Geschichte von Shay Patrick Cormac, den Assassinen und Templern ist nach wie vor verdammt spannend und mit dem interessanten Twist eine willkommene Abwechslung zu anderen Teilen der Spielreihe. Kurze Ausflüge in andere Gebiete außerhalb von Nordamerika und wie üblich in die Jetzt-Zeit bei Abstergo Entertainment lockern das Erlebnis zusätzlich auf und auch die technischen Verbesserungen sind sehr gut gelungen und verbessern das Spielerlebnis enorm. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe gestern direkt nach Spielende Assassin's Creed Unity installiert und begonnen. Das muss ich jetzt weiterspielen, damit ich irgendwann mit Bea über die Reihe sprechen kann. Tschüssi.

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4,5 von 5 Bastard Schwertern.

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