The Legend of Zelda - Tri Force Heroes

Von Miggi

Da ist er - der neueste Handheld-Ableger der Legend of Zelda-Reihe. Anknüpfend an die Story aus "A Link between Worlds" startet ihr in einer neuen Welt, namens Textilia, mit eurem altbekannten Helden. Nennen wir ihn doch einfach mal Link. Der sieht aus wie ein Link.


Die Story dreht sich - Überraschung! - um eine verzauberte Prinzessin. Diesmal heißt sie aber nicht Zelda, sondern es ist eine gewisse Rüschlinde, die eure Hilfe benötigt. Rüschlinde wird von einer bösen Hexe aus dem Lumpenland dazu verdonnert, dass sie fortan keine schönen Kleider mehr tragen darf, sondern ihr Dasein in einem tristen schwarzen Outfit fristen muss. Unerhört!

Der ein oder andere kluge Kopf unter euch denkt sich jetzt bestimmt: "Moment! Textilia, Rüschlinde, Lumpenland - geht es im neuen Zelda etwa um Mode?" und die Antwort ist ja. Mode bzw. Kostüme spielen eine große Rolle. Ihr könnt verschiedene Materialien aufsammeln und mit diesen eine riesige Auswahl an Outfits erschaffen, die alle ihre Vorteile haben und dem Helden Fähigkeits-Boni verleihen.

Fashion, Baby!
Fashion, Baby!

Aber eigentlich darf man im neuen Legend of Zelda nicht von DEM Helden sprechen, sondern muss immer DIE Helden erwähnen. Die namensgebenden Tri Force Heroes sind nämlich immer im Dreiergespann unterwegs. Was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, mausert sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zu einem extrem spannenden Feature.


Alle Dungeons, Rätsel und Bossgegner sind nämlich darauf ausgelegt, dass ihr sie nur als Trio bestehen könnt. Diese Aufgabe könnt ihr entweder online, mit Freunden über die Funktion "Download-Spiel" (Ihr braucht also nur 1 Modul) oder aber auch alleine bewältigen. Im Solo-Modus habt ihr hierbei stets die volle Kontrolle über alle 3 Helden, die ihr durch simplen Befehl am Touchpad des 3DS auswählen könnt.


Im Online-Modus bietet euch der Touchscreen die Möglichkeit mit euren Mitstreitern zu kommunizieren. Die Kommandos, die natürlich begrenzt sind, sind aber vollkommen ausreichend und bereichern das Erlebnis sehr stark. Am Tag vor Release hatte man noch mit starken Rucklern zu kämpfen, bei den Anspiel-Sessions danach lief das ganze dann aber superflüssig.

Das Trio Infernale bei der Arbeit
Das Trio Infernale bei der Arbeit

In den Dungeons bzw. Abschnitten habt ihr die Auswahl zwischen 3 Items, wie den Bogen, Bomben, etc., die ihr unter euren 3 Links verteilen müsst. So müsst ihr euch zwar im Level nur mit einem Item selbst vertraut machen, bedenkt aber, dass eure Mitspieler nicht immer die gleichen Items im Inventar haben und oft nur mit eurer Hilfe die verschiedenen Rätsel lösen können.


Dungeons können im Laufe der Story so oft gespielt werden wie ihr möchtet und auch die einzelnen Abschnitte können seperat ausgewählt werden. Gemeinsam mit den Outfits hoffe ich hier auf DLC - dieses Spiel wäre auf jeden Fall prädestiniert dafür. Outfits kann man sowieso nie genug haben, Dungeons und Items auch nicht.

Im späteren Spielverlauf müsst ihr die Items sehr gut kombinieren.
Im späteren Spielverlauf müsst ihr die Items sehr gut kombinieren.

Wen es also nicht abschreckt, dass man hier nicht die Standard-Zelda-Kost präsentiert bekommt, sondern viele neue und sehr gute Ideen ihren Weg in das Spiel gefunden haben, lässt sich auf ein sehr tolles und liebevoll gemachtes Spiel ein.


Einen halben Punkt Abzug muss ich dem Spiel schlussendlich doch geben. Die Story ist einfach zu sehr Klischee, als dass ich hier die volle Punktzahl geben könnte. Liebe Story-Schreiber bei Nintendo: lasst euch doch mal was neueres einfallen, als eine Prinzessin in Nöten. Ob die Zelda, Rüschlinde oder Peach heißt macht im Endeffekt wenig Unterschied. Aber die Story ist bei diesem Zelda eher Nebensache und bildet einfach nur ein Gerüst für das Drumherum. Ansonsten hat man hier ein grundsolides Zelda-Spiel mit vielen neuen Ideen, die wundervoll umgesetzt wurden und Stunden voller Mehrspielspaß bieten. Macht Bock, sehr sogar.


Wertung:

4,5 von 5 Triforces
4,5 von 5 Triforces

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