Tales from the Borderlands Episode 5 "The Vault of the Traveler"

Von Miggi

Während ein Drittel von uns darauf wartet, dass endlich der Download der finalen Episode von Life is Strange auf ihrer Konsole abgeschlossen ist, war Episode 5 von Tales from the Borderlands bei mir zum Glück etwas schneller. Meine Ungeduld hätte es andersrum aber auch nicht verkraftet.

 

Und was soll man sagen? Das Spielprinzip hat sich nicht verändert - wer ein Telltale Game gespielt hat, weiß sofort was zu tun ist. Aber will ich überhaupt, dass sich das alles ändert? Nein! Das ist geil wie es ist. Was allerdings bei Tales from the Borderlands stärker ausgeprägt ist, als bei seinen Brüderchen und Schwesterchen von Telltale, ist der Humor, der sich durch das komplette Spiel zieht. Besonders wenn man die regulären Borderlands-Teile gespielt hat, findet man immer wieder lustige Seitenhiebe, bekannte Charaktere und vieles mehr. Aber auch sonst lohnt sich der Episoden-Fünfteiler, ihr müsst nicht unbedingt Borderlands gespielt haben um hier immer und immer wieder in lautes Gelächter auszubrechen.

Nach dem - Überraschung! - großen Cliffhanger der vierten Episode, geht es genau dort weiter, wo ihr aufgehört habt. Und zwar Schlag auf Schlag. Bezeichnend dafür ist, dass das eigentliche Intro erst nach dem zweiten Kapitel über den Bildschirm flimmert. Samt großartigem & extrem stimmungsvollem Song von James Blake ("Retrograde"). Kann man sich auch so mal anhören.

Auch in Episode 5 geraten Rhys & Co. wieder in einige brenzlige Situationen ©vg24
Auch in Episode 5 geraten Rhys & Co. wieder in einige brenzlige Situationen ©vg24

Episode 5 lässt euch, im positiven Sinne, an keinem Punkt der circa 2 Stunden Spielzeit durchatmen. Ohne zu spoilern - es gibt Wiedersehen mit bekannten Charakteren der vorhergehenden Episoden, tragische Momente, riesige Überraschungen und wie gehabt viel zu Lachen. Und als es zum Schluss hin so richtig an's Eingemachte geht, habt ihr auch mal mehr zu tun, als das gewohnte einen-Knopf-drücken, schnell-in-eine-Richtung-tippen und ich-drücke-so-schnell-einen-Button-immer-wieder-bis-mein-Finger-glüht. Aber mehr will ich dazu garnicht verraten. Denn der größte Spaß an den Telltale-Games ist nunmal die Story.

 

Auch die Topleistungen der Synchronsprecher muss man herausheben. Allen voran Troy Baker, unter anderem die Stimme von Joel aus The Last of us, Ocelot aus Metal Gear Solid V oder Robin & Two-Face aus Batman Arkham City. Aber genauso macht der Rest des Casts eine mehr als gute Figur. Nebenbei noch erwähnt: ich bin wahnsinnig froh, dass Tales from the Borderlands nicht auf Deutsch synchronisiert wurde. Da ginge einiges an Wortwitz und Charme verloren.

Also wirklich viele, VIELE brenzlige Situationen ©vg24
Also wirklich viele, VIELE brenzlige Situationen ©vg24

Telltale haben mit Tales from the Borderlands, in meinen Augen, ihr bisher bestes Spiel abgeliefert. Klar, es war nicht komplett fehlerfrei, hier und da gab es mal einen kleinen Grafikruckler, aber mal ganz ehrlich - wer spielt denn das Spiel wegen der Grafik? Richtig, eh keiner.

 

Wer also Bock auf ein charmantes, toll erzähltes und mehr als unterhaltsames Spiel hat - zugreifen! Nachdem jetzt die letzte Episode erschienen ist, gibt es das ganze auch als Paket mit allen 5 Episoden für 24,99€ in den digitalen Stores eurer Wahl. Da lohnt sich definitiv jeder Cent. Versprochen.


Wertung:

5 von 5 Psycho Banditen Masken
5 von 5 Psycho Banditen Masken

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